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Die Zubereitung der Heilmittel
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Die Homöopathie oder homöopathische Medizin ist ein Begriff, der ein besonderes Fachgebiet bezeichnet, das schon gegen Ende 1700 von Samuel Hanemann, einem best anerkannten, traditionellen Arzt in Wien überprüft wurde.
Seine zahlreichen Kinder erkrankten oft und er war nicht imstande, sie mit den traditionellen Arzneimitteln ausreichend zu pflegen. Das gab ihm den Anlaß, zugleich einiger Mißerfolge bei seinen Patienten, der öffentlichen Medizin ganz drastisch den Rücken zu kehren.
So begann er also, sich als Herausgeber von medizinischen Werken zu beschäftigen und entdeckte dabei, während er "das Fach der Medizin" studierte, dass Leute, die den Anbau von Chinarindenbaum betreuten, an abwechselnden Fieberanfällen erkrankten, die dem Malaria-Fieber sehr ähnlich waren.
Zu jener Zeit wurde gerade die Chinarinde als Heilmittel gegen Malaria-Erkrankungen eingesetzt, aber die Dosen mußten wiederholt ausgeführt und vergrößert werden. Dies war aber mit einer großen Gefahr für die Gesundheit des Patienten verbunden.
Von diesen Beobachtungen her begann Hanemann, die Wirkung der Chinarinde bei sich selbst zu prüfen. Dabei entdeckte er, dass die verwendeten Mengen von China zu starke Reaktionen auslösten. Das brachte ihn zur Erkenntnis, daß es notwendig war, diese Dosen zu verdünnen.
Diese verdünnten Präparate brachten eine Reihe von Symptomen auf, demzufolge Hahnemann die Konsequenz zog: eine Substanz, die gewisse Symptome in einem gesunden Körper bewirkt, kann dieselben auch in einem kranken Körper heilen, wenn sie in sehr kleinen Mengen (Microquantität) verabreicht wird.
Ausserdem erkannte er intuitiv auch den Bedarf, die Präparate zu dynamisieren, um somit ihre Wirkungskraft zu erhöhen. Mit der Zusammenarbeit anderer Ärzte, die sich ihm in der Zwischenzeit angeschlossen hatten, begann er mit den "Versuchen" bei sich selbst, mit der Verwendung zahlreicher Stoffe und Arzneimittel, und beschrieb ausführlich jede kleinste Besonderheit und jedes geringste Symptom oder jegliche Veränderungen in seinem Körper.
Seine Studien setzten über sechs Jahre fort, wobei er eine sehr genaue Aufzählung der Symptome und Vergiftungen machte und das "Gesetz der Gleichen" aufstellte. Von ihm stammt das Motto: "Similia similibus curantur".
Er beschäftigte sich mit vielen klinischen Fällen und erhielt zu jener Zeit, im Vergleich zur traditionellen Medizin, hervorragende Ergebnisse.
Die Zubereitung der Heilmittel
Im Laufe seiner Experimente beim gesunden Menschen erhielt Hanemann endlich das Heilmittel, indem er die Dosen fortlaufend verdünnte und dadurch die toxischen Auswirkungen vermied, während aber gleichzeitig die therapeutischen Aktivitäten entwickelt wurden. Die Dosen wurden immer geringer und die Ergebnisse stetig offensichtlicher.
Paracelso hatte bereits die therapeutischen Eigenschaften der Arzneimittel erkannt (die QUINTESSENZ der Stoffe).
Die Homöopathie ist eine Methode, die sich auf dem Gesetz der "Ähnlichkeit" begründet und die Heilmittel in Mikrodosen und hoch "dynamisiert" benützt.
Es war Hanemann, der das Zubereitungs-Verfahren, das noch immer im Gebrauch ist, kodifizierte.
Im Jahre 1810 schaffte er, in der Tat, die sogenannten Zentesimalen (CH oder Verdünnungen 1/100), indem er einen Tropfen der Substanz mit 99 Tropfen Alkohol verdünnte, wobei er dies in 100 Tappen ausführte und somit ein "zweites Zentesimal" (2CH) realisierte, und so ging es weiter bis zu 30 CH, das höchste Maß an Verdünnung, das er ausgearbeitet und erprobt hatte.
Derzeit sind auch Dezimalen (D oder DH) im Vertrieb, die von Hering (1800/1880), einem deutschen Arzt, der nach Amerika ausgewandert war, eingeführt wurden.
Hering kritisierte die Zentesimalverdünnungen, da der Abstand, nach seiner Verfahrungsweise, zwischen den einzelnen Verdünnungen zu groß war, während die dezimalen Verdünnungen viel genauer und mit besseren Ergebnissen dargereicht werden konnten.
Die Verdünnung wird in Deutschland sehr viel verwendet, auch aufgrund der Tätigkeit von H.H. Reckeweg (1905/1985).
Bei der modernen Zubereitung werden Körnchen und Kügelchen von Lactose und Saccharose im Heilmittel eingetaucht und danach dynamisiert.
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