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Gebrauchsanweisung Unterschiede zwischen synthetischen Medikament und PflanzenkomplexBeziehungen zwischen öffentlicher Heilkunde und PflanzenheilkundeWarum die Pflanzen beim Menschen wirksam sindDarreichungsformenArzneimittelarten pflanzlicher Herkunft: trocken - frischQualitätsmaßstäbeTitration und NormungDie EtiketteUnser Ratschlag

Gebrauchsanweisung

Die Pflanzenheilkunde (Pflanzenmedizin, mit der Bezeichnung der OSM-Weltgesundheitsorganisation) ist das Fachgebiet, das sich mit Arzneimitteln pflanzlicher Herkunft beschäftigt, die zu Gesundheitszwecken, oder zur Therapie oder Vorbeugung einer Krankheit angewendet werden.

Nach Ansicht der OSM können diejenigen Produkte als Pflanzenarzneimittel bezeichnet werden, die "vollkommen fertiggestellt und mit einer Etikette versehen, ausschließlich Wirkstoffe aus Pflanzen oder deren Vereinigungen in natürlichem Zustand in Form eines Präparates enthalten. Dabei sind Säfte, Gummis, Fettanteile, Ölessenzen und im allgemeinen alle anderen Stoffe dieser Art miteinbegriffen.
Die Pflanzenheilmittel können, außer den Wirkstoffen auch sonstige Bindemittel enthalten."

Die derzeitige Gemeinschaftsgesetzgebung beurteilt die Pflanzenheilmittel in jeder Hinsicht als Arzneimittel, deshalb ist deren Verkauf nur dann erlaubt, wenn:

ihre Sicherheit und Wirksamkeit erwiesen ist;

bei der Herstellung die Regelungen für die gute Qualität beachtet werden;

die Verpackung und die Etiketten den gegenwärtigen Bestimmungen der CEE entsprechen;

die Verordnung und der Vertrieb den Sanitätszuständigen (Ärzten und Apothekern) anvertraut sind. Schon seit vielen Jahren steigt die Anzahl derjenigen, die sich mit den Kräutern und deren Nebenerzeugnissen behandeln lassen, auch wenn in diesem Fachgebiet noch eine große Unklarheit herrscht; um einen korrekten und gewissenhaften Gebrauch der Pflanzenheilmittel zu gewähren, finden wir es zweckmäßig, ein paar allgemeine Informationen zu übermitteln.
 

Unterschiede zwischen synthetischen Medikament und Pflanzenkomplex

Ein Pflanzenkomplex ist die Vereinigung aller Stoffe, die in der Pflanzenarznei enthalten sind und die insgesamt die therapeutische Wirksamkeit der Pflanze garantieren. Sowohl das Arzneimittel als auch der Pflanzenkomplex können wohltuende Wirkungen oder Nebenwirkungen verschaffen, jedoch erscheint eine eventuelle Toxizität bei der Pflanzendroge (der Teil der Pflanze, der als Medizin verwendet wird) geringfügiger, da außer dem Wirkstoff auch unwirksame Substanzen und Stoffe, die die pharmakologische Wirkung regeln, mitbeteiligt sind. Die Pflanzenarznei weist, im Gegensatz zum synthetischen Arzneimittel, außerdem noch einen weiteren Vorteil auf: sie ist nicht nur weniger toxisch, sondern bezeigt, dank der zahlreichen Stoffe innerhalb des Pflanzenkomplexes, mehrfältige pharmakologische Wirkungen, sodaß verschiedene Probleme oder Krankheiten mit einem einzigen Heilmittel behandelt werden können.
Bei Ausführung einer allgemeinen Therapie können wir den Heilpflanzen verschiedene Anwendungsbereiche zuteilen
Sehr wirksam kann sich die Pflanzentherapie bei der Prophylaxe erweisen, da sie aufgrund der geringen Toxizität eine Behandlung von längerer Dauer zusichert. Bei anderen Fällen kann die Behandlung mit einer Pflanzentherapie eine geeignete und ausreichende Alternative für das Medikament bedeuten. Überdies können die Pflanzen zur Ergänzung der synthetischen Medikamente benutzt werden, welche, in diesem Fall, die dominierende pharmazeutische Form darstellen. Die Unterschiede zwischen Arzneimittel und Pflanzenkomplex bringen den falschen Glauben auf, daß die Pflanzenheilkunde eine Ersatzmedizin für die öffentlichen Medizin darstellen könne.
 

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Beziehungen zwischen Öffentlicher Heilkunde und Pflanzenheilkunde

Die Naturheilkunde gehört zur öffentlichen Heilkunde und stellt nicht deren "Alternative" dar.
Die Alternativ-Medizin umfaßt hingegen jene Fachgebiete, deren therapeutische Regelungen hinsichtlich der Ausführung im Gegensatz zur öffentlichen Heilkunde stehen wie z.B.: die Akupunktur, Iridologie, Chromotherapie, Kristalltherapie, Homotoxikologie, Musiktherapie und noch weitere. Die Homöopathie wird oft mit der Naturheilkunde verwechselt, da beide Pflanzenheilmittel verwenden.

Nach dem Prinzip "similia similibus curantur" (die Gleichen heilen die Gleichen) wird nicht die Krankheit verhindert, sondern werden die Nachwirkungen nacherzeugt, indem man infinitesimale Mengen der Substanz, die für die Symptomatologie schuldig ist, verabreicht.
Das naturheilkundliche Präparat geht diese mehrmalige Verdünnungen nicht durch, sondern behält seine kennzeichnenden Eigenschaften, mit der genauen Konzentration der Wirkstoffe für die Erreichung der therapeutischen Wirkung. Die Weltgesundheitsbehörden setzen sich mit dem Problem der Heilpflanzen in der OMS (Weltgesundheitsorganisation) auseinander, wählen die wirklich zweckmäßigen Pflanzen unter ihnen aus, regeln den Normensektor und unterstützen die therapeutische Anwendung durch immer mehr wissenschaftliche Grundlagen. In Europa sind schon einige Organisationen entstanden (oft handelt es sich dabei um Comitee-Gründungen im Innern der Gesundheitsministerien), bestehend aus Sachverständigen, die die Aufgabe haben, die wissenschaftliche Forschung der Heilpflanzen zu fördern und zu organisieren. Eine bedeutende Organisation, der Sachverständige aus vielen Europa-Staaten angehören, ist die ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy), die alle wissenschafltlichen Angaben zu den Heilpflanzen ausstellt, indem sie die betreffenden Monographien errichtet und auch den Auftrag hat, die gesetzgebende Lage im europäischen Bereich zu harmonieren.
 

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Warum die Pflanzen beim Menschen wirksam sind

Erst zur Hälfte des 20. Jahrhunderts konnte man eine wissenschaftliche Erklärung zu dieser Erscheinung finden: die Wirkstoffe der Pflanzen sind deshalb aktiv, weil sie im menschlichen Körper die körpereigenen Botschaften nachahmen.
Die Theorie von Roth und Leroith zur "Vereinigung der Zellenmitteilungen" übergibt uns die Erklärung, warum die menschlichen Zellen die chemischen Botschaften, die aus der Pflanzen- und Tierwelt herkommen, anerkennen. Aufgrund dieser Theorie, viele endogene Botschaften, die beim Menschen gegenwärtig sind, befinden sich auch in den niedrigeren Organismen (so wie aus zahlreichen Versuchungsbeobachtungen hervorgeht). Da die Evolution ein äußerst ökonomer Vorgang ist, haben viele Stoffe, die als Boten in den einfachen Organismen dienten, ihren Aufbau beibehalten, auch wenn sich der Kommunikationsvorgang geändert hat.

Die einzelligen Organismen haben mit ihren Abkömmlingen pflanzlicher Herkunft gewisse Stoffe gemeinsam, und das ist auch der Grund, weshalb die Stoffe, die in den Pflanzen und den kleineren Tieren enthalten sind, im menschlichen Körper geeignete Empfänger finden. Der Empfänger ist ein spezialisiertes Zellenbereich, das imstande ist, das Arzneimittel anzuerkennen und mit ihm eine reversible und eine hochwertig spezifische Bindung einzugehen. Physiologisch gesehen sind die Empfänger dazu ausgerichtet, um die Mitteilungen, die im Körper durchgegeben werden, mit Hilfe der physiologischen Boten aufzunehmen.
Die Natur stellt eine unausschöpfliche, und nur zum Teil erforschte Quelle von biologisch aktiven Stoffen dar, und die Erklärung besteht in der Tatsache, daß die menschlichen Zellen die "Mitteilungen" der Pflanzen und niedrigeren Lebewesen begreifen.
 

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Darreichungsformen

Die Arzneimittel können unter Form von Pulver als Kapseln oder Tabletten dargereicht werden oder sie können das Extraktmaterial für weitere pharmazeutische Präparate darstellen. Gewöhnlicherweise wird für das orale Einnehmen entschieden, daher müssen die im Präparat enthaltenen Wirkstoffe biologisch nutzbar sein, das heißt:

über den Magen und Darm verarbeitet werden

zur Leber überführt werden, wo sie eine Veränderung erfahren können

in den allgemeinen Blutkreislauf aufgenommen werden und somit in die verschiedenen Körperteile abgegeben werden

ausgeschieden werden.

Dieser umfassende Vorgang wird durch mehrere Faktoren beeinflußt:

die chemische Beschaffenheit des Wirkstoffes (je mehr er in Fett löslich ist, desto besser wird er verarbeitet)

das Veränderungsstadium im Bereich der Leber

die Art der Verteilung (in freier Form oder an Plasmaproteine gebunden)

der Mechanismus der Ausscheidung (Urin oder Stuhlgang)

Die verschiedenen pharmazeutischen Darreichungsformen können sowohl aus der trockenen als auch aus der frischen Pflanze gewonnen sein.
Bei einigen Zusammenstellungen werden, je nach dem Herstellungsvorgang für die bestimmten Arzneiformulierungen, nur ganz gewisse Wirkstoffe aus der Pflanze entzogen und daher verschiedenartige Wirkungen erzielt. Aufgrund der Vielfältigkeit der Wirkstoffe, die im Pflanzenkomplex enthalten sind, kann eine Pflanze, je nach der Darreichungsform, verschiedene pharmakologische Wirkungen erzeugen.

Eine abschließende Bemerkung:

bei den verschiedenen pharmazeutischen Darreichungsformen ist zu erwägen, daß in einem Extrakt eine größere Menge des Wirkstoffs enthalten ist, da er auf bestimmte Weise gewonnen wird. Es ist also offensichtlich, wie wichtig eine nicht durch Zufall getroffene Wahl der Darreichungsform ist, wenn wir den gewünschten Wirkungseffekt erzielen wollen.
 

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Arzneimittelarten pflanzlicher Herkunft:
-trocken-

Teemischungen

Es handelt sich dabei um Mischungen von trockenen Heilpflanzen, die in mehr oder weniger kleine Teile aufgeschnitten sind. Diese werden dann zum Absud (das Trockenmaterial wird in kaltes Wasser gegeben und zum Sieden gebracht) oder zum Aufguß (heißes Wasser wird über das Trockenmaterial gegossen) vorbereitet.
Die Abkühlung des Aufgußes muß stufenweise und bei Zimmertemperatur erfolgen. Aufgrund der starken Verdünnung des Pflanzenkomplexes haben die Teemischungen eine beschränkte therapeutische Wirksamkeit.

Pulvermischungen

Mit Hilfe von Zerreibung der Trockenarznei erhält man Pulvermischungen, die sich in:

grobe

großkörnige

halbfeine

feine

sehr feine

Pulver unterteilen lassen.

Die Konzentration der Wirkstoffe ist in den Pulvermischungen niedrig , mit einer begrenzten therapeutischen Wirksamkeit, da die gesamten Bestandteile der Planzenarznei in ihnen enthalten sind, darunter auch diejenigen, die keine therapeutische Wirkung aufzeigen.

Tinkturen

Man erhält diese, indem man die Wirkstoffe mit Hilfe von Alkohol aus der trockenen Pflanze entzieht. Sie weisen verschiedene Nachteile auf: sie sind nicht geeignet für Patienten mit Intoleranzerscheinungen bei Alkohol, können nicht mit Wasser verdünnt werden (aufgrund der Präzipitation der Wirkstoffe), und erweisen sich wenig genießbar.

Der flüssige Extrakt

Dieser stellt unter allen flüssigen Präparaten die bestkonzentrierte Form dar und kann entweder rein oder auch als Bestandteil für die Zubereitung von Heilgetränken, Hustensäften usw. verwendet werden. Man erhält den Extrakt. Indem man die ausgetrocknete Pflanze in ein Lösemittel, gewöhnlicherweise Äthylalkohol und auch Glyzerin, einweicht, für eine verschiedene Dauer, je nach Pflanzenart.
Die bestkannten flüßigen Extrakte sind die Hydro-Aalkoholextrakte und die Alkoholextrakte. In den Hydro-Glyzerinextrakten wird der Alkohol mit Glyzerin ersetzt.

Trockenextrakt

Man stellt ihn her, indem man das Lösemittel mit einer gerechten Technik, bei nicht zu hoher Temperatur, aus dem flüssigen Extrakt verdünstet und somit von dem hochkonzentrierten Pflanzenkomplex ein sehr feines Pulver erhält. Dank der Titration ist es möglich, den Gehalt eines oder mehrerer Wirkstoffe, die im Pflanzenkomplex gegenwärtig sind, mit Präzision zu ermessen.
Damit das Produkt eine gezielte therapeutische Wirkung ausüben kann, darf dieser Gehaltswert nicht unter dem Mindestniveau, das von den öffentlichen Arzneibüchern oder, falls diese nicht vorhanden sind, von anderen wissenschaftlichen Forschungen festgesetzt ist, stehen.
Der Trockenextrakt umfasst die Gesamtheit der Wirkstoffe, die in der Pflanze enthalten sind, und nicht das pharmakologisch unwirksame Hilfsmaterial, deswegen ist er in hoher Weise biologisch nutzbar und auch für den Verdauungsapparat leicht zu verarbeiten.
 

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Arzneimittelarten pflanzlicher Herkunft:
-frisch-

Säfte

Man entzieht sie aus der frischen Pflanze, die zerstückelt und einem mechanischem Druck ausgesetzt wird. In den Säften finden wir alle Elemente der Pflanze auf, organische und nicht organische, die mit Hilfe von modernen Technologien dauerhaft gemacht werden.

Tinktur

Man erhält diese aus der Mazeration des frischen Pflanzenmaterials in einer Lösung von Äthylalcohol, nach der Anleitung des französichen oder des deutschen Arzneibuchs.

Glyzerin-Mazerat

Man bereitet dieses nach der Vorschrift des französichen Arzneibuchs zu, indem man die Knospen und die jungen Sprößlinge zusammen in einer Lösung von Wasser, Alkohol und Glyzerin einweicht.
Da die jüngsten Teile der frischen Pflanze dazu verwendet werden, ist der Pflanzenkomplex in ihm vollständiger, aber die Titration wird durch die hohe Verdünnung, die dessen Wirksungstätigkeit verringert, unmöglich gemacht.

Exenzöl

Es ist in einigen Pflanzen enthalten (wie z.B. in Lavendel, Salbei, Rosmarin, Eukalyptus), denen es im allgemeinen einen starken, aber angenehmen Geruch verleiht.
Im Öl sind Verbindungen enthalten, die aufgrund ihrer hohen Konzentrierung eine ausgeprägte therapeutische Wirkung besitzen und deshalb auch bedeutende Nebenwirkungen erzeugen können, wenn sie nicht auf die richtige Weise angewendet werden.
Dieser Gründe zufolge dürfen die Exenzöle nur mit dem Einverständnis des Arztes verwendet werden.
 

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Die Qualitätsmaßstäbe in der Naturheilkunde

Da die Arzneipflanzen aus der Natur herstammen, ob sie nun bebaut oder wild aufgewachsen sind, werden den klimatischen Erscheinungen und meteorologischen Bedingungen, den Verschmutzungsfaktoren, dem Gebrauch von Schädlingsbekämpfungsmitteln oder Unkrautvertilgungsmitteln auf den Äckern eventuell ausgesetzt. Die Überwachung aller Wachstumsphasen der Pflanze, vor allem seitens der Pharmazeutischen Herstellerfirma, die sie für die Erzeugung der Extrakte ankauft, ist grundsätzlich wichtig zur Beachtung der Maßstäbe, die vom Arzneibuch angegeben sind, für die folgenden Schadstoffe und verunreinigenden Substanzen:

Bakterische Ladung

Radioaktivität

Schädlingsbekämpfungsmittel

Schwermetalle

Aflatoxine
 

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Titration und Normung der Naturheilmittel

Die Titration setzt mit absoluter Präzision den wichtigsten Wirkstoff und dessen Konzentrationswert im Pflanzenkomplex, mit Hilfe eines technologisch fortgeschrittenen Verfahrens, fest.
Gegenwärtig können nur der Trockenextrakt und das Exenzöl titriert werden, da sie hoch konzentriert sind und deshalb einen zureichenden Wert an Wirkstoffen enthalten, um die von den Arzneibüchern und den weltwissenschaftlichen Forschungen festgelegten Normen erlangen zu können.
Wenn die Wertangabe des Hauptwirkstoffes unter dem Grenzwert der Norm liegt oder ihn sogar überschreitet, wird die Wirksamkeit der Behandlung kompromittiert. Aber ein titrierter Extrakt versichert eine optimale Wirkung und vermeidet die Erscheinung einer sogenannten Paradox-Wirkung, die eine gegensätzliche Wirkung zu der fuer die Pflanze vorgesehenen Wirkung, darstellt. Das kann geschehen, wenn die Titration nicht den Regelungen der Arzneibuecher entspricht.
Mit der Titration ist es möglich, die Normung des Naturheilmittels zu erhalten.

Sie betrifft:

den Mengenwert des angegebenen Wirkstoffes, damit er in jedem Präparat aufrecht erhalten bleibt;

die Art der Anpflanzung und der Ernte;

die Identifizierung des Heilmittels;

die Überprüfung hinsichtlich der Abwesenheit von Pestiziden, Schwermetallen und Radionukliden;

die Methode der Erarbeitung, die Vorgangsweise für die Konzentrierung und Austrocknung, die sämtlichen Überprüfungen der Qualität, die auch den Fingerabdruck des Extraktes, den Gehalt an Wirkstoffen und die Haltbarkeit des Extraktes einschließen.

Die pharmazeutischen Pflanzen, die derselben Art angehören und scheinbar ähnlich sind, können abers hinsichtlich des Gehalts in bestimmten Bestandstoffen unterschiedlich sein, aufgrund von mehreren Faktoren (genetische Abänderungen im Aussehen, Klimawechsel, Ackerbeschaffenheit und Nahrstoffbestände im Grundboden, Erntezeit und Alter der Pflanze, Methode der Austrocknung und Aufbewahrung) und deshalb können sie unterschiedliche therapeutische Wirkungen erzeugen.
Die Normung des Naturheilmittels ist also grundsätzlich wichtig. Sie gestattet die Herstellung des Naturheilmittels mit einem gleichwertigen Gehalt an Wirkstoffbestandteilen, und garantiert somit eine gewissenhafte Verschreibung und eine sichere und wirksame Anwendung.
 

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Die Etikette

Auf der Etikette sind einige wichtige Angaben, die unbedingt vor dem Kauf eines Naturheilmittes überprüft werden sollten.

Zusammensetzung

Es werden die Wirkstoffe des Naturheilmittels und die pharmazeutische Darreichungsform des Präparates (Pulvermischungen, Absudmischungen, Trockenextrakte, Tinkturen, Glyzerin-Einweichmischungen) angegeben. Dasselbe gilt für die Bindemittel, auch wenn diese letzteren keine pharmakologische Wirkungen ausüben.

Titration

Auf der Etikette der Produkte mit Trockenextrakten muss die Titration, das heißt die Mengenangabe des Hauptwirkstoffes, der im Pflanzenkomplex enthalten ist, im Mindestprozentsatz ausgedrückt sein.

Haltbarkeit

Wie bei den Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln, muss auch bei den Naturheilmitteln immer das Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben sein.
 

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Unser Ratschlag

Die Naturheilkunde ermöglicht uns, zahlreiche Gesundheitsprobleme mit Hilfe von Pflanzenextrakten zu behandeln, aber deren Gebrauch sollte immer nur auf Ratschlag des Arztes oder Apothekers erfolgen, da diese in der Lage sind, die bestmögliche Behandlung zu empfehlen und dadurch die eventuellen Nebenwirkungen zu vermeiden.

Oft werden diese Nebenwirkungen durch ungünstige Wechselwirkungen zwischen den "natürlichen" Präparaten und den Arzneimitteln, die der Patient bereits zu sich nimmt, hervorgerufen: Vergiftungen durch übermäßige Anwendung; Schäden aufgrund unkorrekter Verordnungen; Vergiftungen durch das Einnehmen von verunreinigten oder auf verschiedene Art verdorbenen Produkten; ungeeignete Selbstbehandlungen der Patienten; allergische Reaktionen und Unverträglichkeitserscheinungen.

Viele Pflanzenarzneimittel sollten bei Patienten mit bedeutungsvollen Problemen zu Lasten der Leber, oder bei Patienten, die unter Hypertension leiden, sowie bei Patienten, die zu Blutungen neigen oder eine Therapie mit antikoagulierenden Heilmitteln durchgehen, und bei Kindern, nicht verwendet werden. Dazu könnten noch weitere Gegenanzeigen angeführt werden.

In der Apotheke des Herrn Dr. Marchetti steht Ihnen ein erfahrenes Personal zur Verfügung und Sie finden hier die Produkte aller bedeutendsten Firmen des Sektors, außerdem können Sie sich vertrauensvoll an unser Labor wenden, das dazu eingerichtet ist, um alle Ansprüche zu erfüllen.

Bitte besuchen Sie uns oder setzen Sie sich mit uns in Verbindung, für alle möglichen Auskünfte oder für die persönlich gestalteten Empfehlungen.
 

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